Die Warburg Hypothese

 

Otto Warburg Otto Warburg (1883-1970), Nobelpreisträger

 

Der Forscher nahm in der als „Warburg Theorie“ bekannten Hypothese im Jahr 1924 an, dass die Stoffwechselveränderungen in Krebszellen nicht nur Symptom, sondern Ursache des aggressiven Wachstums von Tumorzellen seien. Was Warburg bereits beobachtet hatte, war die Tatsache, dass Tumorzellen ihre Energie hauptsächlich aus einem als Gärung bezeichneten Stoffwechselvorgang gewinnen – und nicht, wie gesunde Körperzellen, aus der Zellatmung.

 

  • Die Geschwindigkeit des Wachstums von Tumorzellen ist abhängig von Stoffwechselprozessen, die Energie bereitstellen
  • Entweder wird die Energie aus der Vergärung von Zucker gewonnen oder aus der Verbrennung von Sauerstoff
  • Krebszellen machen zu viel Vergärung und zu wenig Verbrennung

 

Tumorzellen haben u.a.:

  • veränderten Stoffwechsel (brauchen genügend Ausgangsstoffe für die Synthese von Zellbausteinen)
  • veränderte aerobe Glykolyse
  • Energie wird aus Glutamin gewonnen (Glutaminolyse)
  • verändertes Isoenzymmuster und eine veränderte Isoenzymaktivität
  • Tumorzellen exprimieren die Tumor M2-PK

 

Tumor M2-PK, auch: Pyruvatkinase M2, ist ein Enzym im Menschen, das nur in fötalem und in Tumorgewebe vorkommt und daher als Tumormarker dient.

 

Normale Zelle: Normale Zelle 
Tumorzelle aerob: Tumorzelle aerob